Plakat: Die Hornköppe gehen ins Exil

Die Hornköppe gehen ins Exil

Wie immer haben die Hornköppe die Existenzängste und die Sorgen der Schwächsten der Gesellschaft im Blick. So erzählen sie diesmal Geschichten von Flucht und Vertreibung.
Im Mittelpunkt der Szenensammlung "Die Hornköppe gehen ins Exil" stehen Erlebnisse und Erfahrungen von Flüchtlingen. Und da die Theaterproduktionen der Hornköppe immer eine besondere Authenzität aufweisen, sind diesmal neben den wohnungslosen Darstellern und Darstellerinnen auch Flüchtlinge mit im Boot. Gemeinsam spannen sie den Bogen von heute nach gestern und so erleben die Zuschauer zwei Fluchtbewegungen: die von Deutschen nach Amerika aus den letzten 200 Jahren, und die nach Deutschland heute.
Erstaunliche Parallelen tun sich auf:
So wie früher Menschen Deutschland auf Grund der politischen Situation verließen, so kommen heute Menschen aus genau diesem Grund zu uns.
So wie früher Menschen Deutschland verließen, weil sie nichts zu essen hatten, so fliehen heute Menschen vor dem Hunger zu uns.
So wie früher Menschen Deutschland verließen, weil der Krieg das Leben bedrohte, so leben heute unter uns Kriegsflüchtlinge aus anderen Ländern.
 
Die Hornköppe in ihrer neuen Besetzung geben allen Flüchtlingen, ganz gleich zu welcher Zeit, ganz gleich wohin und woher, eine Stimme. Die Stimme der Menschlichkeit, denn "den neuen Nachbarn sagt man Guten Tag. Das gehört sich so."