Devdas endlich als Theaterstück

Der Roman Devdas des bengalischen Autors Sharat Chandra Chattopadhyay ist die wohl berühmteste indische Liebesgeschichte. In ihr beschreibt der Autor eine unglücklich verlaufende Liebe zwischen einem Jungen aus gutem Hause und einem Mädchen aus ärmeren Verhältnissen. Sie wachsen gemeinsam auf und, obwohl sie sich lieben, verhindern die gesellschaftlichen Normen eine glückliche Ehe. Der Roman greift verkrustete, liebesfeindliche Normen auf, die im Rückblick überholt erscheinen, aber immer noch das gesellschaftliche Leben in Indien prägen. Die Aktualität des Romans läßt sich gut aus den seit dem Erscheinen im Jahre 1917 realisierten 13 Verfilmungen in Indien ablesen.

Die Zeitmaschine als Theaterstück

Die Zeitmaschine ist die Dramatisierung des gleichnamigen Romans von H.G. Wells. Das Buch, welches 1895 erschien, schildert die Utopie der Zeitreise, die in einer Dystopie mündet. Der Zeitreisende bricht von Neugier und Wissensdurst getrieben auf, die Zukunft kennenzulernen. 800.000 Jahre später muß er allerdings feststellen, dass sich die Klassengegensätze der Menschheit weiter verschärft haben. Aufgespalten in Eloi, die im Paradies wie Mastvieh auf der Weide leben, und Morlock, die unter der Erde vegetieren und sich von den Eloi ernähren, hat die Menschheit keine Zukunft mehr.

In dem Stück begleitet der Zuschauer den Zeitreisenden in die Zukunft und erlebt, wie er zwar die Sprache der Eloi erlernt, die aber nichts mehr zu sagen haben, und wie das augenscheinliche Paradies sich in die Hölle des Fressen und Gefressen werden wandelt. Ernüchtert kehrt er in die Gegenwart zurück.

Der Roman von H.G. Wells gilt im Übrigen auch als ein Schlüsselwerk der Entstehung des Steampunk.

Die Aufführungsrechte liegen beim Theaterverlag Karl Mahnke.