Gedächtnisabend

Der Gedächtnisabend
Der Suizid ist eines der letzten Tabus unserer Zeit, es ist die gesellschaftliche 'No go area'. Über ihn lacht man nicht, da senkt man die Stimme und ist betroffen. Besonders wenn er die Schlagzeilen füllt. Das Christentum band ihm den Mantel des Todsünde um, dann gehörte er in die Hand von Psychiatern, und heute füllt er die Titelseiten mit der Anzahl seiner Opfer, wenn wieder einer meint, auf dem direkten Wege ins Paradies einfahren zu können.
Eine Methode dem Schrecken seinen Stachel zu ziehen ist: über ihn zu lachen. Der Suizid als letzte Tat eines freien Willens hat auch komische Seiten. Sie werden unter vorgehaltener Hand und unter vier Augen, ganz im Vertrauen, geäußert.
In einem Rundumschlag, der den Suizid in all seinen Erscheinungsformen von der Antike bis heute aufgreift, lädt dieses Buch zum Lachen und Nachdenken ein. Denn, bei allen Gedanken zum Thema Suizid bleibt am Ende: Wie gehen wir mit der Frage Selbstmord um? Schweigen wir ihn tot, schwelgen wir in Betroffenheit, oder stürzen wir uns in gemischte (Tod- und Lebenswillige) Selbsthilfegruppen?
Lachen wir über den Tod. Denn, um Johann Gottfried Seume zu zitieren: "Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren."
Suizid - Endlich.